creditshelf magazin
Nº11 | Nov 2020
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Inhaberin von "Her Family Office GmbH"

TRENDS
Für Sie und Ihn, beruflich wie privat

Finanz- und Liquiditätsplanung sind sowohl im Unternehmen selbst als auch für Unternehmerinnen und Unternehmer von existenzieller Bedeutung. Lisa Hassenzahl sagt: „Finanzplanung ist ein Schaffensprozess“. Sie erarbeitet passende Strategien für Unternehmen und verantwortungsvolle UnternehmerInnen.  

„So individuell und einzigartig wir als Menschen sind, so individuell sind auch unsere Ansprüche in Bezug auf unser Geld und Vermögen“, sagt Lisa Hassenzahl, Inhaberin von ‚Her Family Office GmbH‘. Obwohl sie mit dem Firmennamen vor allem Unternehmerinnen adressiert, sind ihre Klienten beiderlei Geschlechts. Und die Individualität bezieht sie nicht nur aufs private Vermögen sondern auch auf die Liquiditäts- und Finanzplanung von Unternehmen. Die Finanzplanerin spricht jedoch bewusst Unternehmerinnen an, weil sich diese nach ihrer Erfahrung anders und seltener mit der strategischen Planung beschäftigen als ihre männlichen Pendants. „Ich wollte eine Möglichkeit schaffen, sich von Frau zu Frau und auf höchstem fachlichen Niveau beraten zu lassen“, erklärt sie, „denn Frauen stellen höhere Ansprüche an eine Beratung und vor allem an die anschließende Betreuung.“

Aber brauchen Unternehmerinnen andere Lösungen als Unternehmer? „Nein, nur eine andere Ansprache, ein persönlicheres Verhältnis und Beratung auf Augenhöhe“, weiß Hassenzahl. Fachlich verfolgt sie in allen Bereichen einen finanzplanerischen Ansatz, bei dem die Gesamtsituation der Klienten betrachtet wird: Der Kapitalbedarf des Unternehmens und seine Ausstattung mit Liquidität werden hier ebenso beleuchtet wie der Gesellschafts- und Ehevertrag oder wie das Testament und die Optimierung der Anlagen und Kredite. Denn gerade im Mittelstand spielen die Menschen zwar unterschiedliche Rollen als Unternehmer und Privatpersonen, diese greifen jedoch ineinander und sind zumeist untrennbar miteinander verbunden. 

Fragen für eine verantwortungsvolle Finanzplanung

Welche absehbaren und vermeidbaren finanziellen Risiken gibt es zu berücksichtigen? Gibt es beispielsweise einen Ehevertrag – und passt dieser auch zum Gesellschaftsvertrag? Wie sind das Unternehmen und die Angehörigen im Todesfall abgesichert? Unter anderem mit diesen Fragen sollte sich eine verantwortungsvolle Finanzplanung für Unternehmerinnen und Unternehmer auseinandersetzen. „Firmen genauso wie ihre Geschäftsführer und Gesellschafter haben in vielfältiger Hinsicht ein sehr individuelles Bedürfnis nach Gestaltung der Finanzsituation“, erklärt die Beraterin. Heute stellen auch immer mehr Unternehmen den Bedarf an einer Finanzplanung fest. Der Prozess ist hierbei grundsätzlich der gleiche wie im privaten Bereich: Ausgehend vom Status quo und der Definition des Ziels werden unter Berücksichtigung und Vernetzung steuerlicher, rechtlicher und wirtschaftlicher Aspekte Handlungsmöglichkeiten erarbeitet und der Prozess der Umsetzung definiert. Vor allem das wirtschaftliche Umfeld erfordert eine professionellere Beratung als noch vor einigen Jahren. 

Verlängerte man früher einfach regelmäßig die Anlagen auf Festgeldkonten, muss in Zeiten von Niedrig- und teils Negativzinsen ein deutlich professionelleres Liquiditätsmanagement im Unternehmen Einzug halten. Eine Streuung des Kapitals über mehrere Banken sei ein guter Ansatz, der weiterentwickelt werden müsse: Durch diese Streuung vermeidet man zwar teilweise die inzwischen weit verbreiteten „Verwahrentgelte“, im Fall eines systemischen Problems im Bankensystem hilft diese Strategie aber nur bedingt. Lösen lässt sich diese Situation durch die Beimischung von Wertpapierinvestitionen, da diese sogenanntes Sondervermögen darstellen. Spätestens hier wird deutlich, warum eine professionelle Herleitung der Strategie und häufig auch ein externes Management notwendig sind: Bei Kapitalanlagen spielen zum Beispiel steuerliche Aspekte eine Rolle oder die Verfügbarkeit des Kapitals und hiermit verbunden die Definition des Risikobudgets. „Finanzplanung im Unternehmen ist komplexer, bietet im Umkehrschluss aber auch mehr Gestaltungsmöglichkeiten“, betont Lisa Hassenzahl. 

Fonds als Mittel der Wahl für den Mittelstand

Ein kritischer Blick auf die Risikobereitschaft und -tragfähigkeit sollte immer Basis einer Anlagestrategie sein. Hier ist eventuell auch die Frage zu beantworten, wer die Anlageentscheidungen trifft und auf welcher Basis. So können die Interessen der Gesellschafter und eines angestellten Geschäftsführers durchaus differieren – und das sollte man genau klären. „Im Hinblick auf die Umsetzung der Kapitalanlage sind Fonds, nicht zuletzt wegen der breiten Streuung und – bei richtiger Herangehensweise und produktneutraler Beratung – der geringen Kosten, das Mittel der Wahl für mittelständische Unternehmen“, empfiehlt die Beraterin. Bei großen Unternehmen kann auch ein eigens aufgelegter Fonds sinnvoll sein. In jedem Fall ist zu beachten: Jede Wertpapiertransaktion führt zu Buchungsaufwand in der Buchhaltung und somit zu Kosten. Insofern gilt bei der Kapitalanlage im Betriebsvermögen umso mehr: breite Streuung und langfristige Ausrichtung, um ein häufiges Hin und Her zu vermeiden!

Ein wichtiges Tool zur Liquiditätsüberwachung sind Softwarelösungen, die Konto-, Depot- oder Kreditdaten verknüpfen und leichte Auswertung sowie Buchhaltung erlauben. Zu einer verantwortungsvollen Finanz- und Liquiditätsplanung gehört natürlich auch die Beschaffung von Kapital – sei es zur Umsatzfinanzierung oder für Investitionen. „Viele Unternehmer setzen bei Krediten nach wie vor auf die Hausbank“, erklärt Hassenzahl. „Banken sind aber heute als Unternehmensfinanzierer nicht mehr immer die erste Wahl, weil ihr Geschäftsmodell zu starr ist und zu langsam funktioniert, was nicht zuletzt an gesetzlichen Vorgaben liegt. Auch die Entscheidungsbefugnis vor Ort ist eingeschränkt.“ Deshalb seien ergänzende Alternativen wichtig, wie die von creditshelf angebotene schnelle und unkomplizierte Unternehmensfinanzierung. 

Unternehmerinnen und Unternehmer sollten sich aber nicht nur die Frage stellen, wie sie die Liquidität sichern und die Finanzplanung auf strategisch sichere Füße stellen können. Auch die Unternehmensnachfolge gilt es, in die Überlegungen einzubeziehen – und zwar langfristig. So sind Pensionszusagen mit Bilanzberührung bei der Unternehmensnachfolge bzw. dem Unternehmensverkauf ein Problem. Auch dem Liquiditätsmanagement und dem Identifizieren der Schlüsselpositionen im Unternehmen kommt mit dem Ausscheiden des bisherigen Inhabers eine große Bedeutung zu. Eine dauerhafte Begleitung und regelmäßige Anpassung der Strategie an die veränderten Lebensumstände runden die Finanz- und Liquiditätsplanung für Unternehmerinnen und Unternehmer ab.

Lisa Hassenzahl ...
... begann ihren Weg in der Finanzbranche vor zehn Jahren. Für sie stand von Beginn an die umfassende und partnerschaftliche Betreuung ihrer Kundinnen und Kunden im Vordergrund. Daher schloss sie an ihr Studium der Betriebswirtschaft an einer der führenden deutschen Business-Schools das Studium zum Finanzökonom an und erlangte mit dem Abschluss als Certified Financial Planner schließlich die höchstmögliche Qualifikation im Bereich der Finanzplanung. Mit diesem international anerkannten Abschluss legte sie den fachlichen Grundstein, um ihren Kundinnen und Kunden eine Beratung bieten zu können, die alle vermögensbezogenen Aspekte berücksichtigt. ‚Her Family Office‘ entstand aus dem Anspruch, eine fachlich höchstklassige und gleichzeitig sehr persönliche Beratung für Frauen anzubieten.